Dieses Lexikon dient ausschließlich Aufklärungs- und Informationszwecken und richtet sich an Erwachsene (18+)
Es erklärt Begriffe – es ist ausdrücklich keine Handlungsanleitung. Die Nennung eines Begriffs ist weder Empfehlung noch Angebot. Einige Praktiken bergen erhebliche gesundheitliche Risiken und werden hier nur erklärt, nicht angeleitet. Rollenbezeichnungen beziehen sich ausnahmslos auf Spiele zwischen Erwachsenen. Die Inhalte ersetzen keine medizinische, psychologische oder rechtliche Beratung. Begriffe aus Psychologie und Dating dienen ausschließlich der Orientierung; das Wiedererkennen eines Musters ist keine Diagnose und ersetzt keine fachliche Einschätzung. Alle Praktiken setzen Volljährigkeit, Freiwilligkeit und das Einverständnis aller Beteiligten voraus.
Über 280 Begriffe rund um BDSM, Kink, Fetisch, Dating und Sexualität – verständlich und neutral erklärt, von A bis Z.
Die bewusste Fürsorgephase nach einer Session, etwa mit Nähe, Wärme, etwas zu trinken und ruhigen Worten. Sie hilft, Kreislauf und Emotionen wieder zu stabilisieren. So wird einem späteren „Drop“ vorgebeugt.
Eine erotische Faszination für Statuen, Schaufensterpuppen oder reglose Figuren. Manchmal gehört die Fantasie dazu, selbst zur Figur zu „erstarren“. Sie zählt zu den selteneren Vorlieben.
Ein einvernehmliches Rollenspiel zwischen Erwachsenen, in dem mit Altersrollen gespielt wird – etwa einer fürsorglichen und einer verspielten Seite. Im Mittelpunkt stehen Geborgenheit, Loslassen und Fürsorge, nicht das Alter selbst. Es findet ausschließlich zwischen Erwachsenen statt, hat keinerlei Bezug zu echten Kindern und ist ausdrücklich keine Form von Pädophilie.
Eine Stellung, bei der die liegende, penetrierende Person die Beine anzieht und die obenliegende Person die Bewegung führt. Sie ermöglicht ungewohnte Winkel und gibt der oberen Person die Kontrolle. Vorsichtiges Herantasten ist ratsam, da sie etwas Übung verlangt.
Eine Kette aneinandergereihter Kugeln zur analen Stimulation. Wichtig ist ein Modell mit Rückholschlaufe oder breitem Griff. Reichlich Gleitmittel erhöht den Komfort.
Penetrativer Geschlechtsverkehr im Analbereich. Reichlich Gleitmittel, Ruhe und Entspannung sind wichtig, da die Region empfindlich ist und keine eigene Feuchtigkeit bildet. Hygiene und beidseitiges Einverständnis sind selbstverständlich.
Das verehrende Würdigen eines Körpers oder Körperteils – etwa Füße, Hände oder den ganzen Körper – als Ausdruck von Hingabe. Es kann von zärtlich bis sehr unterwürfig gestaltet sein. Im Mittelpunkt steht die Geste der Verehrung.
Ein unsicheres Muster mit starkem Wunsch nach Nähe und ausgeprägter Angst vor dem Verlassenwerden. Betroffene brauchen viel Bestätigung und reagieren empfindlich auf Zurückweisung. Mit Selbstreflexion und guten Beziehungen lässt sich das positiv entwickeln.
Spiel mit eingeschränkter Atmung, um Erregung oder Intensität zu steigern. Es gilt als Edgeplay mit erheblichem, potenziell lebensgefährlichem Risiko. Es wird hier ausschließlich als Begriff erklärt, ausdrücklich ohne Anleitung.
Eine Augenbinde schaltet das Sehen aus und verstärkt so die übrigen Sinne. Sie steigert das Gefühl von Spannung und Ausgeliefertsein. Schon ein einfaches Tuch genügt für eine große Wirkung.
Eine erotische Vorliebe für Luftballons. Reize sind etwa Anblick, Geräusch, Berührung oder das Zerplatzen. „Looner“ unterscheiden oft zwischen Menschen, die Ballons gern behalten, und solchen, die sie zerstören.
Einvernehmliche Schläge auf die Fußsohlen, eine sehr empfindliche Körperregion. Die Reize sind intensiv und erfordern Maß, Wissen und klare Grenzen. Falsch ausgeführt drohen Verletzungen, daher ist Erfahrung wichtig.
Sammelbegriff aus Bondage & Discipline, Dominance & Submission sowie Sadism & Masochism. Er umfasst ein breites Spektrum einvernehmlicher Praktiken rund um Macht, Hingabe, Fesselung und Reizarbeit. Grundlage ist immer die freiwillige, informierte Zustimmung aller Beteiligten.
Ein neuerer Begriff für eigenwillige oder belanglose Eigenheiten, die weder klar gut noch schlecht sind – eher zum Schmunzeln. Sie sagen wenig über die Qualität einer Beziehung aus. Der Begriff wird meist mit Augenzwinkern verwendet.
Kleine, oft gewichtete Kugeln zum Einführen, die durch Bewegung sanfte Reize erzeugen. Sie werden auch zum Training der Beckenbodenmuskulatur genutzt. Auf körperverträgliches Material und Hygiene sollte geachtet werden.
Jemanden „auf der Ersatzbank“ halten: genug Kontakt, um die Person als Option zu behalten, aber ohne ernsthaftes Weiterkommen. Häufig laufen dabei mehrere mögliche Partner parallel. Es ähnelt dem Breadcrumbing.
Ein Modell aus der Psychologie, das beschreibt, wie frühe Bindungserfahrungen prägen, wie wir als Erwachsene Nähe und Beziehungen erleben. Man unterscheidet meist einen sicheren und drei unsichere Stile. Bindungsstile sind nicht in Stein gemeißelt und können sich verändern.
Ein aus Riemen bestehendes Geschirr, das am Körper getragen wird. Es dient der Ästhetik, kann aber auch Befestigungspunkte für Fesselungen bieten. Es gibt Modelle für jeden Körper und Geschmack.
Das einvernehmliche Fesseln oder Fixieren des Körpers, etwa mit Seil, Manschetten oder Tape. Es dient der Bewegungseinschränkung, der Ästhetik oder der Reizsteigerung. Auf Durchblutung, Nervenbahnen und eine bereitliegende Notfallschere sollte immer geachtet werden.
Ein Bett mit Befestigungspunkten an Ecken und Rahmen zum Fixieren. Es ermöglicht bequeme, längere Fesselungen in Rückenlage. Manschetten und Seile lassen sich meist flexibel anbringen.
Eine gepolsterte Bank, über die man sich beugt oder auf der man fixiert wird. Sie wird häufig für Impact Play genutzt und entlastet dabei den Körper. Die stabile Position macht längere Szenen angenehmer.
Speziell aufbereitetes Seil für Fesselungen. Naturfasern wie Jute oder Hanf sind in der Shibari-Szene wegen Griffigkeit und Optik beliebt. Auch weichere Materialien wie Baumwolle werden je nach Vorliebe genutzt.
Selbsthaftendes Tape, das nur an sich selbst klebt, nicht an Haut oder Haaren. Es eignet sich zum schnellen, schmerzfreien Fixieren. Trotzdem sollte eine Notfallschere bereitliegen.
Eine ernsthafte psychische Erkrankung mit starken Stimmungsschwankungen, Angst vor dem Verlassenwerden und einem instabilen Selbstbild. Betroffene leiden oft selbst sehr darunter; mit Behandlung ist vieles gut zu bewältigen. Die Diagnose stellen ausschließlich Fachleute – der Begriff sollte nicht abwertend benutzt werden.
Die Person, die in einer Szene den empfangenden, sich hingebenden Part übernimmt. „Bottom“ beschreibt zunächst die Rolle in einer konkreten Szene, nicht zwingend eine dauerhafte Identität. Viele Menschen sind je nach Situation Bottom oder Top.
Eine devote Person, die sich bewusst frech, herausfordernd oder widerspenstig verhält. Der Reiz liegt im spielerischen Kräftemessen und darin, „gezähmt“ zu werden. Auch dieses Verhalten beruht auf klaren Absprachen.
Eine dominante Person, die Freude daran hat, das Verhalten eines Brats spielerisch zu kontrollieren und zu bändigen. Sie geht auf die Provokationen ein und verwandelt sie in ein Hin und Her aus Widerstand und Führung. Grenzen und Safe Words bleiben dabei bestehen.
Das Hinhalten mit kleinen „Brotkrumen“ an Aufmerksamkeit – etwa sporadischen Nachrichten – ohne echtes Interesse oder Verbindlichkeit. So bleibt die andere Person investiert, während der Aufwand minimal ist. Es erzeugt falsche Hoffnung.
Die Stimulation des Penis zwischen den Brüsten, auch Mammalverkehr genannt. Gleitmittel und eine bequeme Haltung erhöhen den Komfort. Tempo und Druck werden gemeinsam abgestimmt.
Eine Gruppenpraktik, bei der mehrere Personen nacheinander auf eine Person ejakulieren. Der Begriff stammt ursprünglich aus dem Japanischen. Wie bei jeder Gruppenpraktik sind klare Absprachen und Einvernehmlichkeit zentral.
In einer Cuckold- oder Hotwife-Dynamik der einvernehmlich hinzugezogene dritte Partner. Der Bull tritt meist selbstbewusst-dominant auf und ist Teil einer offen vereinbarten Konstellation. Alle Beteiligten stimmen der Situation ausdrücklich zu.
Die Lust, die eigene Partnerin anderen zu zeigen oder sie mit ihrem Einverständnis beobachten zu lassen. Erregung entsteht durch Stolz, Tabubruch oder Kontrolle. Grundlage ist immer das Einverständnis aller Beteiligten.
Impact Play mit dem Rohrstock, das scharfe, präzise Reize erzeugt. Es gehört zu den intensiveren Schlagpraktiken und kann deutliche Striemen hinterlassen. Erfahrung, Zielgenauigkeit und Absprachen sind hier besonders wichtig.
Eine fürsorgliche Dynamik zwischen Erwachsenen, etwa als „Daddy/Mommy“ und „Little“: Eine erwachsene Person führt behütend, die andere erwachsene Person nimmt eine verspielte, geborgene Rolle ein. Die Namen „Daddy“ oder „Little“ sind reine Rollenbezeichnungen und drücken Fürsorge und Hingabe aus. Beide Beteiligten sind ausdrücklich Erwachsene – diese Dynamik hat nichts mit Kindern zu tun und ist klar von Pädophilie zu unterscheiden.
Das Vortäuschen einer falschen Identität im Internet, meist mit fremden Fotos und erfundener Lebensgeschichte. Ziel können emotionale Manipulation, Betrug oder Aufmerksamkeit sein. Gesundes Misstrauen und ein Videocall schützen.
Kurzform für „Cock and Ball Torture“ – einvernehmliche Reizarbeit am männlichen Genital. Sie reicht von leichtem Druck bis zu intensiveren Reizen. Wegen der empfindlichen Region sind Vorsicht, Wissen und klare Grenzen unverzichtbar.
„Committed, Compassionate, Consensual“ – ein Wertemodell, das vor allem in festen Master/slave-Dynamiken Verbindlichkeit, Mitgefühl und Konsens betont. Es richtet den Blick stärker auf die emotionale Bindung und langfristige Verantwortung. Damit ergänzt es die eher risikoorientierten Modelle wie SSC oder RACK.
„Caring, Communication, Consent, Caution“ (Fürsorge, Kommunikation, Konsens, Vorsicht), 2014 wissenschaftlich vorgestellt. Das Modell behält Konsens und Risikobewusstsein bei, ergänzt sie aber bewusst um Fürsorge und Kommunikation. So rückt neben der Sicherheit auch die Beziehungsebene in den Vordergrund.
Ein kurzes Nachfragen während einer Szene, ob alles in Ordnung ist. Oft geschieht das über das Ampelsystem mit Grün, Gelb und Rot. Check-ins halten das Spiel sicher, ohne die Stimmung zu zerstören.
„Consensual Non-Consent“ – ein vorab ausgehandeltes Spiel, bei dem Widerstand oder ein gespieltes „Nein“ Teil der Fantasie sind. Es beruht ausnahmslos auf vorheriger Zustimmung, klaren Grenzen und einem Safe Word oder Safe-Zeichen. Echtes Einverständnis besteht damit zu jedem Zeitpunkt; CNC ist klar von einem Übergriff zu unterscheiden.
Ein Beziehungsmuster, in dem eine Person ihr Wohl stark vom Umsorgen oder „Retten“ des Gegenübers abhängig macht. Eigene Bedürfnisse treten dabei in den Hintergrund. Häufig tritt es im Umfeld von Sucht oder belastenden Dynamiken auf.
Ein Muster aus Kontrolle, Einschüchterung und Einschränkung, das eine Person systematisch klein hält – etwa durch Überwachung, Isolation oder finanzielle Kontrolle. Es ist eine Form von Missbrauch, auch ohne körperliche Gewalt. In einigen Ländern ist es strafbar.
Ein Halsband als Symbol für Zugehörigkeit, Hingabe oder eine Rollenbeziehung. In manchen Dynamiken ist es so bedeutsam wie ein Ehering. Es gibt sie von dezent-alltagstauglich bis betont auffällig.
Die oft zeremonielle Übergabe eines Halsbands. Damit macht eine devote Person ihre Bindung an eine dominante Person sichtbar. In manchen Beziehungen hat das eine ähnliche Bedeutung wie eine Verlobung.
Die freiwillige, informierte und jederzeit widerrufbare Zustimmung aller Beteiligten. Konsens ist die Grundlage, die einvernehmlichen BDSM von Übergriffigkeit unterscheidet. Er muss vor und während des Spiels gegeben sein.
Eine Stellung, bei der die obenliegende Person rittlings sitzt und das Geschehen aktiv steuert. Sie gibt der reitenden Person die Kontrolle über Tempo, Winkel und Tiefe. Sie zählt zu den beliebtesten Stellungen.
Bezeichnung dafür, dass das Sperma nach dem Erguss in Vagina oder Anus verbleibt und sichtbar wird. Bei Verzicht auf Verhütung sind Schwangerschafts- und Infektionsschutz mitzudenken. Es setzt klare Absprachen voraus.
Ein Konsensmodell mit den Bausteinen Considered, Reversible, Informed, Specific, Participatory. Es betont, dass Zustimmung durchdacht, jederzeit widerrufbar, informiert, konkret und gemeinsam getragen sein muss. Damit legt es den Schwerpunkt stärker auf den Konsens als auf die Risikoabwägung.
Das einvernehmliche Tragen von Kleidung, die gesellschaftlich dem anderen Geschlecht zugeordnet wird. Es kann Ausdruck, Spiel oder Quelle von Erregung sein und sagt für sich genommen nichts über die Identität aus. Im Kink-Kontext ist es oft Teil von Rollenspiel oder Feminisierung.
Eine Person (meist männlich), die bewusst und einvernehmlich erregt darauf reagiert, dass die eigene Partnerin Intimität mit einem Dritten erlebt. Häufig spielen Gefühle wie Hingabe, Kontrollabgabe oder „erotische Demütigung“ eine Rolle. Grundlage ist immer Offenheit und beidseitiges Einverständnis.
Eine Beziehungs-Dynamik, in der eine Person einvernehmlich erregt darauf reagiert, dass die eigene Partnerin oder der eigene Partner Intimität mit einem Dritten erlebt. Je nach Konstellation spricht man von Cuckold, Cuckquean, Hotwife oder Bull. Grundlage ist immer Offenheit, klare Absprache und beidseitiges Einverständnis.
Das weibliche Gegenstück zum Cuckold: eine Frau, die einvernehmlich erregt darauf reagiert, dass ihr Partner Intimität mit einer anderen Person erlebt. Auch diese Dynamik beruht auf Offenheit, Absprachen und Konsens. Sie ist weniger bekannt, aber strukturell vergleichbar.
Das Weitergeben oder Austauschen von Sperma zwischen den Mündern der Beteiligten. Es zählt zu den intensiveren, tabubehafteten Spielarten. Hygiene und beidseitiges Einverständnis stehen im Vordergrund.
Der sichtbare Samenerguss, häufig außerhalb des Körpers. Der Begriff stammt aus der visuellen Sprache der Pornografie. Wo der Erguss erfolgt, ist Sache der gemeinsamen Absprache.
Die orale Stimulation von Vulva und Klitoris mit Lippen und Zunge. Für viele zählt sie zu den intensivsten Formen der Lust. Achtsamkeit und Kommunikation steigern das Erleben.
Reizarbeit mit Unterdruck-Gläsern, die die Haut ansaugen. Es entsteht ein ziehendes Gefühl, das vorübergehende, runde Male hinterlassen kann. Die Technik erfordert Wissen, um die Reaktionen der Haut richtig einzuordnen.
Das „Polstern“ einer Beziehung, indem man nebenher Kontakt zu möglichen Ausweich-Partnern hält. So fällt ein mögliches Ende weniger hart aus. Es geht meist auf Kosten von Ehrlichkeit und Vertrauen.
„Dominance & Submission“ – der Macht- und Hingabe-Aspekt von BDSM. Im Mittelpunkt steht das freiwillige Geben und Übernehmen von Kontrolle, das ganz ohne Schmerz funktionieren kann. D/s kann sich auf einzelne Szenen beschränken oder eine ganze Beziehung prägen.
Eine Erregung durch Tränen oder die emotionale Ergriffenheit des Gegenübers. Innerhalb einvernehmlicher Szenen kann starkes Gefühl als besonders intim erlebt werden. Achtsamkeit und Aftercare sind dabei wichtig.
Kurz für „Deny, Attack, Reverse Victim and Offender“: leugnen, angreifen und Täter- mit Opferrolle vertauschen. Wird jemand auf sein Verhalten angesprochen, dreht er den Spieß um und stellt sich selbst als Opfer dar. Es ist ein bekanntes Manipulationsmuster.
Eine Form der Fellatio, bei der der Penis tief in den Rachen aufgenommen wird. Sie kann den Würgereiz auslösen und erfordert Übung, Entspannung und Vertrauen. Klare Zeichen helfen, das Tempo zu steuern.
Einvernehmliches, vorab abgestimmtes Herabsetzen mit Worten oder Handlungen. Es findet streng innerhalb vereinbarter Grenzen statt und beruht immer auf Konsens. Außerhalb der Szene stehen Respekt und Fürsorge an erster Stelle.
Die Person, die in einer Demütigungs-Dynamik die herabgesetzte, empfangende Rolle einnimmt und daraus Erregung oder Loslassen zieht. Sie bestimmt die Grenzen mit und kann das Spiel jederzeit stoppen. Außerhalb der Szene gelten Respekt und Fürsorge.
Die Person, die in einer Demütigungs-Dynamik die herabsetzende, dominante Rolle übernimmt. Sie setzt Worte oder Handlungen gezielt ein – ausschließlich innerhalb vorab vereinbarter Grenzen. Echte Verachtung ist nicht gemeint; es bleibt ein einvernehmliches Spiel.
Auch „ängstlich-vermeidend“ genannt: ein Muster, das den Wunsch nach Nähe und gleichzeitige Angst davor verbindet. Beziehungen werden dadurch oft als widersprüchlich und aufwühlend erlebt. Er steht häufig mit belastenden frühen Erfahrungen in Verbindung.
Eine Vorliebe für Reizwäsche als Quelle von Erregung und Ästhetik. Stoff, Schnitt und das Enthüllen spielen eine Rolle. Sie gehört zu den weit verbreiteten Vorlieben.
Ein einführbares Spielzeug ohne Vibration, in vielen Formen, Größen und Materialien. Auf körperverträgliches Material und – bei analer Nutzung – einen breiten Sockel ist zu achten. Reinigung und Gleitmittel gehören dazu.
Das bewusste Sprechen über Wünsche, Fantasien oder Anweisungen während der Intimität. Es kann Erregung, Nähe und Spannung steigern. Welche Worte erwünscht sind, wird am besten vorher kurz abgesteckt.
Das einvernehmliche Vereinbaren von Regeln, Ritualen und Konsequenzen innerhalb einer Dynamik – das „D“ in BDSM. Sie gibt Struktur und kann Sicherheit und Verbindlichkeit schaffen. Welche Regeln gelten, wird gemeinsam festgelegt.
Eine Stellung von hinten, bei der die empfangende Person auf Händen und Knien ist. Sie ermöglicht eine tiefe Penetration und viel Bewegungsfreiheit. Tempo und Tiefe werden am besten gemeinsam abgestimmt.
Die führende, kontrollierende Person in einer Szene oder Beziehung. Sie übernimmt Verantwortung für Ablauf, Tempo und Sicherheit und steuert das Geschehen im vereinbarten Rahmen. Gute Dominanz beruht auf Aufmerksamkeit, Wissen und Fürsorge, nicht auf Willkür.
Die weibliche Form der dominanten Rolle. „Domina“ wird im professionellen Kontext häufig für gewerblich tätige Dominante verwendet, „Domme“ eher im privaten Bereich. Stil und Ausgestaltung sind individuell sehr unterschiedlich.
Die männliche Form der dominanten Rolle, im professionellen Kontext oft für gewerblich tätige Dominante verwendet. Ein Dominus führt eine Session und trägt Verantwortung für Ablauf und Sicherheit. Stil und Ausgestaltung sind individuell sehr unterschiedlich.
Ein emotionaler oder körperlicher Tiefpunkt nach intensiven Szenen. Er entsteht, wenn die ausgeschütteten Stresshormone wieder abklingen, und kann beide Seiten treffen. Gute Aftercare und Ruhe danach beugen vor.
Ein speziell ausgestatteter Raum für BDSM-Spiele, privat oder in einem Club. Typisch sind Möbel wie das Andreaskreuz oder eine Spielbank. Solche Räume bieten Sicherheit, Ausstattung und Privatsphäre.
Ein psychologisches Modell aus drei Persönlichkeitszügen: Narzissmus, Machiavellismus und Psychopathie. Sie überschneiden sich in Eigenschaften wie Selbstbezogenheit, Manipulation und geringem Mitgefühl. Es ist ein Forschungsmodell, keine Diagnose.
Ein Sammelbegriff für besonders riskante Praktiken wie Atemkontrolle, Nadel-, Messer- oder Feuerspiel. Sie bergen erhebliche körperliche oder psychische Risiken. Sie erfordern hohe Erfahrung, fundiertes Wissen und besondere Vorsicht.
Das bewusste Hinauszögern des Höhepunkts kurz vor dem Erreichen. Erregung und Spannung werden dadurch immer weiter gesteigert. Es ist eng mit Orgasmuskontrolle und Tease & Denial verwandt.
Einvernehmliches Spiel mit Darmspülungen, teils zur Reinigung, teils als eigener Reiz. Es erfordert Hygiene- und Gesundheitswissen, etwa zu Temperatur und Menge. Falsch angewendet kann es dem Körper schaden, daher ist Vorsicht geboten.
Reizarbeit mit schwachen elektrischen Impulsen über spezielle Geräte. Sie erzeugt kribbelnde bis intensive Empfindungen. Bestimmte Körperregionen (besonders oberhalb der Taille, in Herznähe) und Vorerkrankungen sind ausdrücklich tabu.
Wiederkehrende Verhaltensweisen, die das seelische Wohl einer Person gezielt verletzen – etwa Abwertung, Drohungen, Demütigung oder Kontrolle. Er hinterlässt oft keine sichtbaren Spuren, kann aber tiefe Wunden schlagen. Bei Betroffenheit gibt es Beratungs- und Hilfsangebote.
Ein populärer, nicht-klinischer Begriff für besonders einfühlsame Menschen, die Stimmungen anderer stark mitfühlen. In der Ratgeberszene oft als „Gegenstück“ zum Narzissten dargestellt. Wissenschaftlich ist „Empath“ keine eigene Kategorie.
Eine übermäßige Verschmelzung in Beziehungen oder Familien, in der persönliche Grenzen verschwimmen. Eigenständigkeit wird schwierig, weil Gefühle und Entscheidungen stark voneinander abhängen. Gesunde Nähe braucht dagegen auch Abgrenzung.
Die Lust, gesehen zu werden, hier ausschließlich in einvernehmlichen Situationen gemeint. Das kann etwa auf Spielpartys oder vor zustimmenden Personen geschehen. Zur Abgrenzung: Sich Unbeteiligten aufzudrängen ist strafbar und nicht gemeint.
Das Sitzen auf dem Gesicht der liegenden Person, oft als Ausdruck von Dominanz. Da die Atmung eingeschränkt werden kann, sind klare nonverbale Zeichen und ständige Aufmerksamkeit nötig. Es ist mit Atemkontrolle verwandt und ebenso vorsichtig zu handhaben.
Das Ejakulieren ins Gesicht des Gegenübers. Für manche hat es eine erregende, symbolische Bedeutung. Wie bei allem zählt das vorher abgesprochene Einverständnis.
Die orale Stimulation des Penis mit Mund und Zunge. Tempo, Druck und Technik werden meist auf die Vorlieben des Gegenübers abgestimmt. Wie bei allem zählt das beidseitige Einverständnis.
„Female Domination“ – eine Dynamik unter weiblicher Führung. Der Begriff betont die dominante Rolle der Frau, da „Dom“ umgangssprachlich oft männlich gelesen wird. Femdom kann von zärtlich-fürsorglich bis streng reichen.
Einvernehmliches Rollenspiel, in dem eine Person betont feminine Kleidung, Haltung oder Verhaltensweisen annimmt. Es kann mit Hingabe, Verwandlung oder leichter Demütigung verbunden sein. Wie alles im Kink-Bereich beruht es auf Freiwilligkeit.
Die führende Person, die ihr Gegenüber im Rahmen der Feminisierung in eine betont feminine Rolle bringt. Der Reiz liegt im Spiel mit Verwandlung, Macht und manchmal leichter Demütigung. Wie alles beruht es auf Freiwilligkeit.
Manschetten oder Handschellen aus Leder, Stoff oder Metall zum Fixieren von Hand- und Fußgelenken. Gepolsterte Modelle sind angenehmer für längere Fesselungen. Ein Schlüssel oder eine Notfallschere sollte griffbereit sein.
Eine starke erotische Fixierung auf bestimmte Objekte, Materialien oder Körperteile. Für die Erregung spielt der Auslöser oft eine zentrale, manchmal notwendige Rolle. Das unterscheidet einen Fetisch von einer bloßen Vorliebe (Kink).
Kurzzeitige Reize mit Feuer auf der Haut, meist als spektakulärer Sinnesreiz. Es zählt zum Edgeplay mit hohem Verbrennungsrisiko. Es wird hier nur als Begriff erklärt, ausdrücklich ohne Anleitung.
Reizarbeit mit einer geschälten Ingwerwurzel, die ein brennendes, wärmendes Gefühl erzeugt. Es wird traditionell als „natürliche“ Form der Reizsetzung beschrieben. Wissen um Wirkung und Grenzen ist wichtig.
Eine Dynamik, in der Hingabe über das freiwillige Abgeben von Geld oder Geschenken ausgedrückt wird. Der Reiz liegt im Kontrollverlust und in der Großzügigkeit gegenüber der dominanten Person. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen finanziellen Grenzen ist wichtig.
Die dominante, empfangende Seite der finanziellen Machtdynamik (Findom). Der Reiz liegt im Macht- und Kontrollgefälle, nicht im bloßen Geld. Die Bezeichnung wird unabhängig vom Geschlecht verwendet, häufig aber für Frauen.
Die Stimulation der Genitalien mit Fingern und Hand. Sie ist vielseitig und lässt sich fein an die Vorlieben anpassen. Saubere Hände und kurze, glatte Fingernägel erhöhen Komfort und Sicherheit.
„Financial Submissive“ – die zahlende, sich finanziell unterwerfende Seite der Findom-Dynamik, umgangssprachlich auch „Geldsklave“ oder „Zahlschwein“. Der Reiz liegt im Kontrollverlust und in der Großzügigkeit. Ein verantwortungsvoller Umgang mit den eigenen finanziellen Grenzen ist wichtig.
Das Einführen der Hand vaginal oder anal. Es ist eine fortgeschrittene Praktik, die sehr viel Zeit, Geduld, Gleitmittel und Entspannung erfordert. Ohne Erfahrung und Vorsicht drohen Verletzungen.
Eine Peitsche mit vielen Riemen. Je nach Material und Schwung reicht die Wirkung von streichelnd bis intensiv. Sie gehört zu den vielseitigsten Werkzeugen im Impact Play.
Impact Play mit dem Flogger, meist auf fleischige, unempfindliche Körperpartien wie Gesäß oder oberen Rücken. Je nach Material und Schwung reicht es von sanft bis kräftig. Empfindliche Bereiche wie Nieren oder Wirbelsäule werden ausgespart.
Personen, die – oft unwissentlich – für eine manipulative Person Partei ergreifen und in deren Auftrag Druck ausüben. Der Begriff stammt aus „Der Zauberer von Oz“. Sie verstärken die Wirkung von Manipulation und Isolation.
Ein verbreiteter Merksatz für gültigen Konsens: Freely given, Reversible, Informed, Enthusiastic, Specific. Zustimmung soll also freiwillig, jederzeit widerrufbar, informiert, begeistert und auf etwas Konkretes bezogen sein. Fehlt einer dieser Punkte, ist die Zustimmung nicht tragfähig.
Eine erotische Vorliebe für Füße – einer der häufigsten Fetische überhaupt. Reize sind etwa Form, Pflege, Schuhe oder Berührung. Er reicht von zärtlicher Verehrung bis zu unterwürfigem Anbeten.
Das Ausmalen einer gemeinsamen Zukunft – Reisen, Zusammenziehen, Familie – ohne die Absicht, das einzulösen. Es erzeugt falsche Hoffnung und bindet die andere Person. Worte und tatsächliches Handeln klaffen dabei auseinander.
Ein Mundknebel, etwa ein Ballknebel, der die Sprache einschränkt. Da Sprechen erschwert ist, sind vereinbarte Safe-Zeichen besonders wichtig. Auf freie Atmung und eine begrenzte Tragedauer ist zu achten.
Sex einer Person mit mehreren Partnern nacheinander oder gleichzeitig. Klare Absprachen, Safer Sex und das Wohl aller Beteiligten sind dabei besonders wichtig. Einvernehmlichkeit ist Grundvoraussetzung.
Eine Manipulationstechnik, bei der jemand das Gegenüber gezielt an seiner eigenen Wahrnehmung, Erinnerung oder am Verstand zweifeln lässt. Typisch sind Sätze wie „Das hast du dir eingebildet“ oder „Du überreagierst“. Es ist eine Form emotionalen Missbrauchs.
Ein dominanter Stil, der Führung mit Respekt, Stil und Fürsorge verbindet. Strenge und Kontrolle gehen hier mit Höflichkeit und Verantwortungsbewusstsein einher. Im Mittelpunkt steht eine souveräne, aber niemals rohe Haltung.
Eine Reitgerte mit kleinem Lederplättchen am Ende. Sie erlaubt sehr gezielte, gut steuerbare Schläge. Damit eignet sie sich gut für präzises, dosiertes Impact Play.
„Good, Giving, Game“ – ein vom Kolumnisten Dan Savage geprägter Leitsatz für erfüllende Sexualität. Gemeint ist, in der Intimität gut zu sein, großzügig zu geben und offen für die Wünsche des Gegenübers zu sein – im Rahmen der eigenen Grenzen. Der Gedanke lässt sich gut auf Kink- und Beziehungsdynamiken übertragen.
Der abrupte Kontaktabbruch ohne jede Erklärung – Nachrichten und Anrufe werden einfach ignoriert. Es lässt die zurückgelassene Person ohne Klarheit zurück. Oft steckt die Scheu vor einem ehrlichen, klärenden Gespräch dahinter.
Ein Gleitmittel, das Reibung verringert und vieles angenehmer und sicherer macht. Es gibt Varianten auf Wasser-, Silikon- und Ölbasis mit unterschiedlichen Eigenschaften. Silikonbasis sollte nicht mit Silikon-Toys kombiniert werden.
Positive Signale, die für eine gesunde Beziehung sprechen – etwa offene Kommunikation, Verlässlichkeit, Respekt vor Grenzen und Eigenständigkeit. Sie zeigen, dass sich Nähe sicher anfühlt. Auf grüne Flaggen zu achten ist genauso wichtig wie auf rote.
Persönliche Tabus, die das Spiel begrenzen. „Hardlimits“ sind absolut unverhandelbar, „Softlimits“ nur unter bestimmten Bedingungen denkbar. Sie werden vorab besprochen und jederzeit respektiert.
Eine Schutzstrategie im Umgang mit manipulativen Menschen: möglichst unauffällig, neutral und „langweilig“ reagieren. Wer keine emotionale Reaktion liefert, wird als Ziel uninteressant. Sie wird vor allem im Kontakt mit toxischen Personen empfohlen.
Das gezielte Auslösen von Schuldgefühlen, um jemanden zu etwas zu bewegen. Sätze wie „Nach allem, was ich für dich getan habe …“ sind typisch. Es untergräbt freie Entscheidungen.
Eine erotische Fixierung auf Haare. Länge, Farbe, Berührung oder das Spiel damit können erregend wirken. Auch das Bürsten oder Schneiden kann eine Rolle spielen.
Die manuelle Stimulation des Penis mit der Hand. Tempo, Druck und Griff werden auf die Vorlieben abgestimmt. Etwas Gleitmittel kann das Erleben angenehmer machen.
Die führende Person im Pet Play, die das „Tier“ anleitet, trainiert und umsorgt. Der Handler gibt Orientierung, setzt Grenzen und sorgt für das Wohl des Pets. Die Rolle verbindet Kontrolle mit ausgeprägter Fürsorge.
Eine erotische Vorliebe für Handschuhe, etwa aus Leder, Latex oder Satin. Material, Geräusch und Haptik stehen im Vordergrund. Oft ist er mit anderen Materialfetischen verbunden.
Eine absolute, nicht verhandelbare Grenze. Sie wird unter keinen Umständen überschritten. Hardlimits zu kennen und zu achten ist Grundlage jeder sicheren Dynamik.
Eine Vorliebe für hochhackige Schuhe. Häufig faszinieren die Ästhetik von Bein und Gang sowie der Ausdruck von Eleganz oder Dominanz. Sie überschneidet sich oft mit dem Schuh- und Fußfetisch.
Eine Fesselung, bei der Hände und Füße hinter dem Rücken zusammengeführt werden. Die Position ist intensiv und schränkt die Bewegung stark ein. Auf Durchblutung, Atmung und eine begrenzte Verweildauer ist besonders zu achten.
Eine Kopfmaske, etwa aus Leder oder Latex, zur Sinneseinschränkung und Anonymisierung. Sie kann das Gefühl von Hingabe und Verwandlung verstärken. Auf ausreichende Atemöffnungen ist zu achten.
Der Versuch, eine Person nach einer Trennung oder Funkstille „zurückzusaugen“ – mit Liebesbekundungen, Versprechen oder Mitleid. Der Begriff leitet sich von der Staubsaugermarke „Hoover“ ab. Er wird oft im Zusammenhang mit narzisstischen Mustern beschrieben.
Eine Frau, die mit ausdrücklichem Einverständnis ihres Partners Begegnungen mit anderen hat. Die Dynamik beruht auf Offenheit, Vertrauen und klaren Absprachen. Anders als beim klassischen Cuckold steht oft das selbstbestimmte Genießen der Frau im Vordergrund.
Im Primal Play die jagende, verfolgende Rolle, die instinktiv und körperlich agiert. Der Hunter „erbeutet“ das Gegenüber in einem Spiel aus Verfolgen und Überwältigen. Trotz der rohen Energie bleiben Grenzen, Safe-Zeichen und Konsens bestehen.
Der Einsatz von Suggestion und Trance im einvernehmlichen Spiel. Ziel ist meist ein verändertes Erleben oder ein tieferes Loslassen. Vertrauen, klare Absprachen und realistische Erwartungen sind entscheidend.
Sex im Stehen, etwa angelehnt an eine Wand oder Möbel. Er wirkt spontan und leidenschaftlich. Auf sicheren Stand und Balance sollte geachtet werden.
Oberbegriff für alle Praktiken mit Schlägen – etwa mit Hand, Paddle, Flogger, Gerte oder Rohrstock. Die Intensität reicht von sanft bis sehr kräftig. Sichere Trefferzonen, Aufwärmen und Absprachen gehören dazu.
Das unregelmäßige, unvorhersehbare Geben von Zuwendung – mal viel, mal nichts. Gerade die Unberechenbarkeit bindet besonders stark, ähnlich wie an einem Spielautomaten. Sie ist ein zentraler Mechanismus hinter Trauma-Bindungen.
Ein Käfig, in dem eine Person für Spiel- oder Erziehungsszenen verweilen kann. Er steht symbolisch für Kontrolle und Hingabe. Komfort, Pausen und Aufsicht sind dabei wichtig.
Das einvernehmliche Kontrollieren von Erregung und Befriedigung, oft mithilfe einer Keuschheitsvorrichtung. Es ist ein Werkzeug von Macht und Hingabe in D/s-Dynamiken. Hygiene, Passform und Pausen sind für die Gesundheit wichtig.
Eine abschließbare Vorrichtung, die Erregung oder Befriedigung kontrolliert. Sie ist ein verbreitetes Symbol von Kontrolle in D/s-Dynamiken. Passform, Hygiene und regelmäßige Pausen sind für die Gesundheit entscheidend.
Die japanische Kunst des ästhetischen Seilbondage. „Kinbaku“ betont die emotionale Verbindung, „Shibari“ eher die formale, ästhetische Seite. Sie verbindet Ruhe, Vertrauen und sichere Fesseltechnik.
Ein allgemeiner Begriff für sexuelle Vorlieben jenseits der „Norm“. Anders als ein Fetisch ist ein Kink meist eine Vorliebe und kein zwingender Auslöser für Erregung. Die Grenze zwischen beiden ist fließend.
Eine Fachperson – etwa Ärztin, Therapeut oder Anwältin –, die BDSM und Kink kennt und ihnen offen und wertfrei begegnet. Das Konzept hilft Menschen, ohne Angst vor Verurteilung Rat oder Hilfe zu suchen. Es ist ein zentraler Gedanke der „Kink Awareness“.
Eine Erregung durch Kitzeln, oft im Zusammenspiel mit leichter Fixierung. Der Reiz liegt im Wechsel aus Lachen, Hilflosigkeit und Nähe. Klare Zeichen sind wichtig, da Kitzeln schnell intensiv wird.
An empfindlichen Stellen angebrachte Klammern, die durch Druck einen Reiz erzeugen. Werden mehrere an einer Schnur befestigt und ruckartig entfernt, spricht man von einem „Zipper“. Die Reizdauer sollte begrenzt bleiben, um die Durchblutung zu schonen.
Spiel mit einer Klinge auf der Haut, oft für den Nervenkitzel und als Sinnesreiz. Auch eine stumpfe oder kalte Klinge entfaltet psychologisch starke Wirkung. Es zählt zum Edgeplay und wird hier nur erklärt, nicht angeleitet.
Eine Vorliebe für das Tragen enger Korsetts. „Tightlacing“ meint das schrittweise Verschnüren zur Formung der Taille. Optik, Haltung und das Gefühl der Umschließung stehen im Vordergrund; auf die Atmung ist zu achten.
Eine Vorliebe für eng anliegende Gummikleidung. Reize sind Optik, Geruch, Geräusch und das Gefühl auf der Haut. Latex gehört zu den bekanntesten Materialfetischen.
Eine Leine, die am Halsband befestigt wird. Sie ist ein Symbol für Führung und Kontrolle und wird oft mit Pet Play verbunden. Geführt wird damit behutsam, nie mit Zug am Hals.
Eine Vorliebe für Lederkleidung und -accessoires. Sie ist eng mit der klassischen BDSM-Ästhetik und ihrer Geschichte verbunden. Geruch, Haptik und Optik spielen eine große Rolle.
Eine hängende Schaukel, die ungewohnte Stellungen und nahezu schwereloses Spiel ermöglicht. Eine sichere, tragfähige Befestigung ist dabei das A und O. Sie entlastet zugleich den Körper.
Ein Zustand zwanghafter Verliebtheit mit ständigem Gedankenkreisen um eine bestimmte Person und starker Sehnsucht nach Erwiderung. Er fühlt sich euphorisch an, kann aber sehr vereinnahmend werden. Limerenz ist nicht dasselbe wie tragfähige, gewachsene Liebe.
Im BDSM eine erwachsene Person, die in einer Caregiver-Dynamik eine verspielte, geborgene Rolle einnimmt und Fürsorge sucht. Beide Beteiligten sind ausdrücklich Erwachsene; es hat keinen Bezug zu Kindern und ist klar von Pädophilie zu unterscheiden. Verwandt sind Caregiver & Little (DD/lg) und Littlespace.
Der entspannte, sorgenfreie Bewusstseinszustand, in den eine erwachsene Person in einer Caregiver-Dynamik eintauchen kann. Er dient dem Loslassen von Stress und dem Gefühl von Geborgenheit und betrifft ausschließlich Erwachsene. Mit echten Kindern hat er nichts zu tun; wie bei Subspace sind danach Fürsorge und ein behutsames „Zurückholen“ wichtig.
Eine Stellung in Seitenlage, bei der beide Personen wie „Löffelchen“ hintereinander liegen. Sie ist entspannt, körpernah und kuschelig. Wegen der ruhigen Haltung eignet sie sich gut für zärtlichen, längeren Sex.
Eine sitzende, sehr körpernahe Stellung, bei der die Beine umeinander geschlungen werden. Sie betont Umarmung, Nähe und einen langsamen Rhythmus. Sie eignet sich für intime, ruhige Momente und hat tantrische Wurzeln.
Das Überschütten mit Aufmerksamkeit, Komplimenten und Geschenken zu Beginn einer Beziehung. Was wie große Liebe wirkt, dient manchmal dazu, schnell Nähe und Kontrolle aufzubauen. Lässt die Zuwendung später abrupt nach, ist Vorsicht angebracht.
Ein Persönlichkeitszug, der durch strategisches Manipulieren, Kalkül und einen zweckorientierten Umgang mit anderen geprägt ist. Mitmenschen werden eher als Mittel zum Zweck gesehen. Er ist Teil der „Dunklen Triade“.
Ein kräftiger Aufsatz-Vibrationsstab, ursprünglich als Massagegerät bekannt. Er ist für seine besonders starke, flächige Vibration berühmt. Aufsätze und Abstand regulieren die Intensität.
Eine erotische Vorliebe für schwangere Körper. Faszinierend sind dabei oft die Formen und die Symbolik von Fruchtbarkeit. Sie zählt zu den weniger verbreiteten Vorlieben.
Eine Person, die Lust aus dem einvernehmlichen Empfangen von Schmerz oder intensiven Reizen zieht. Dabei können Endorphine und ein besonderer Bewusstseinszustand eine Rolle spielen. Entscheidend sind klare Grenzen und das Wissen um Risiken.
Eine dominante Person in einer ausgeprägten, oft umfassenden Macht-Dynamik wie Master/slave. „Mistress“ ist die weibliche Form. Solche Dynamiken gehen meist über einzelne Szenen hinaus und beruhen auf großem Vertrauen.
Rollenspiel rund um ein medizinisches Setting, etwa eine Untersuchung, zwischen Erwachsenen. Dabei kommen echte oder nachgebildete Utensilien zum Einsatz. Bei tatsächlichen Instrumenten sind Hygiene und Sachkenntnis besonders wichtig.
Eine klassische Stellung, bei der eine Person auf dem Rücken liegt und die zugewandte Person darüber ist. Sie ermöglicht viel Blickkontakt und Nähe. Ein Kissen unter dem Becken verändert Winkel und Intensität.
Eine Hülle, die beide Arme hinter dem Rücken zusammenführt und fixiert. Sie schränkt die Bewegung stark ein und betont die Hingabe. Auf Schultern und Durchblutung ist besonders zu achten.
Das vollständige Einwickeln des Körpers, etwa mit Folie oder Tape, zur Bewegungs- und Sinneseinschränkung. Es kann ein tiefes Gefühl von Geborgenheit oder Ausgeliefertsein erzeugen. Auf Atmung, Kreislauf und Temperatur ist genau zu achten.
Ein zwangloses Treffen von BDSM-Interessierten in lockerem, öffentlichem Rahmen, etwa in einem Café. Es findet ohne Spiel statt und dient dem Kennenlernen und Austausch. Für Neugierige ist es ein sicherer, unverbindlicher Einstieg in die Szene.
Das einvernehmliche Setzen steriler Nadeln in die oberste Hautschicht. Es zählt zum Edgeplay mit Infektions- und Verletzungsrisiken. Es wird hier nur als Begriff erklärt, ausdrücklich ohne Anleitung.
Narzissmus beschreibt ein übersteigertes Bedürfnis nach Bewunderung, ein grandioses Selbstbild und wenig Einfühlungsvermögen. In ausgeprägter, krankheitswertiger Form spricht man von einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung, die nur von Fachleuten diagnostiziert werden kann. Der alltagssprachliche Gebrauch von „Narzisst“ ist nicht mit einer klinischen Diagnose gleichzusetzen.
Ein Sammelbegriff für emotionalen Missbrauch durch eine Person mit ausgeprägt narzisstischen Zügen, oft über Gaslighting, Love Bombing, Abwertung und Hoovering. Betroffene zweifeln häufig an sich selbst. Aufklärung und Unterstützung helfen beim Erkennen und Lösen.
Einvernehmliches Spiel mit Urin, etwa als Ausdruck von Hingabe oder Tabubruch. Der englische Begriff „Watersports“ steht für das gesamte Spektrum, „Golden Shower“ bezeichnet speziell das Urinieren auf den Körper des Gegenübers. Aus hygienischer Sicht sind Sauberkeit und gesundheitliche Vorsicht wichtig, und es gilt – wie bei allen Spielarten – nur mit klarem beidseitigem Einverständnis.
Versteckte Abwertungen oder „Komplimente mit Widerhaken“, die das Selbstwertgefühl des Gegenübers untergraben. Ziel ist, die Person verunsichert und um Bestätigung bemüht zu halten. Es ist eine subtile Manipulationstechnik.
Das offene Gespräch vor einer Szene über Wünsche, Grenzen, Safe Words, Gesundheit und Erwartungen. Es schafft Klarheit und Vertrauen. Eine gute Aushandlung ist die Grundlage für sicheres Spiel.
Klemmen für die Brustwarzen, die durch Druck einen intensiven Reiz erzeugen. Sie sind in Stärke und Härte sehr unterschiedlich. Besonders beim Abnehmen kehrt das Gefühl spürbar zurück, daher Vorsicht.
Das bewusste, vollständige Beenden des Kontakts zu einer schädlichen Person – auch in sozialen Medien. Es gilt als wirksamer Weg, sich aus toxischen Mustern zu lösen und zur Ruhe zu kommen. Manchmal ist ein „modifizierter“ Kontakt nötig, etwa bei gemeinsamen Kindern.
Eine abgerundete Schere, mit der sich Fesseln im Notfall sofort durchtrennen lassen. Sie gehört bei jeder Seil- und Tape-Fesselung griffbereit dazu. Die abgerundete Spitze schützt dabei die Haut.
„New Relationship Energy“ – die intensive Anfangseuphorie einer neuen, auch dynamischen Beziehung. Sie kann beflügeln, aber auch den Blick trüben. Ein bewusster Umgang hilft, Tempo und Realismus zu wahren.
Einvernehmliches Spiel, in dem eine Person die Rolle eines Gegenstands oder Möbelstücks einnimmt, etwa als Hocker oder Tisch. Der Reiz liegt im Dienen und im völligen Zurücknehmen der eigenen Person. Bequemlichkeit, Pausen und Grenzen bleiben trotzdem wichtig.
Eine Beziehung, die sich wiederholt trennt und wieder zusammenfindet. Oft halten gerade die intensiven Versöhnungsphasen den Kreislauf am Laufen. Ohne grundlegende Klärung wiederholt sich das Muster meist.
Nach einem Ghosting bleibt die Person in den sozialen Medien präsent – schaut Storys an, liked Beiträge – meldet sich aber nicht direkt. Es hält eine vage Verbindung, ohne echte Kommunikation. Für die andere Seite ist das oft verwirrend.
Das Bestimmen, ob und wann ein Höhepunkt erlaubt ist. Es ist ein zentrales Werkzeug von Macht und Hingabe und eng mit Edging verwandt. Die Kontrolle kann sich über Minuten oder über lange Zeiträume erstrecken.
Das Offenlegen der eigenen BDSM- oder Kink-Neigung gegenüber anderen. Ob, wann und wem gegenüber man sich outet, ist eine sehr persönliche Entscheidung. Diskretion und das eigene Tempo stehen im Vordergrund.
In Master/slave-Dynamiken die besitzende beziehungsweise „gehörende“ Person. Der Begriff „Besitz“ ist symbolisch gemeint und beruht ausschließlich auf freiwilliger Übereinkunft. Verantwortung und Fürsorge für die „besessene“ Person sind dabei zentral.
Ein flaches, festes Schlagwerkzeug aus Holz oder Leder. Es erzeugt dumpfe, breitflächige Reize. Größe und Material bestimmen, wie intensiv der Schlag wirkt.
Das Ejakulieren auf Hals und Dekolleté, das optisch an eine Perlenkette erinnert. Der Begriff beschreibt vor allem die Stelle des Ergusses. Wo er erfolgt, wird vorher abgesprochen.
Eine Praktik, bei der eine Frau ihren männlichen Partner mit einem Umschnalldildo (Strap-on) anal penetriert. Sie verbindet sich oft mit einem Spiel aus Rollen und Hingabe und kann zugleich die Prostata stimulieren. Reichlich Gleitmittel, ein langsames Herantasten und klare Absprachen sind wichtig.
Ein Ring, der um den Penis getragen wird; hier neutral als verbreitetes Toy genannt. Er kann die Erektion unterstützen. Auf passende Größe und eine begrenzte Tragedauer ist zu achten.
Die Person, die im Pet Play die Tierrolle einnimmt – etwa als Kätzchen, Welpe oder Pony. Sie wird von einem Handler geführt und umsorgt. Pet Play kann verspielt, entspannend oder als Ausdruck von Hingabe erlebt werden.
Rollenspiel, in dem eine erwachsene Person die Rolle eines Tieres einnimmt – etwa Kätzchen, Welpe oder Pony. Es findet ausschließlich zwischen Erwachsenen statt und kann verspielt, entspannend oder als Hingabe erlebt werden. Ein Handler übernimmt dabei oft Führung und Fürsorge.
Zärtlichkeiten und gegenseitige Stimulation, oft als Hinführung zum Sex oder als eigenständiges Erleben. Dazu zählen Küssen, Streicheln und manuelle Berührungen. Es schafft Nähe, Erregung und Vertrauen.
Ein anal einführbares Spielzeug. Auf Material mit breitem Sockel und ausreichend Gleitmittel sollte geachtet werden. Es gibt sie in vielen Größen, vom Einsteiger- bis zum fortgeschrittenen Modell.
Wenn eine Person die Beziehung bewusst versteckt – etwa Freunde, Familie oder soziale Medien außen vor lässt. Das kann auf mangelnde Ernsthaftigkeit oder etwas zu Verbergendes hindeuten. Es lohnt sich, das offen anzusprechen.
Eine Form des Pet Play, in der die Person die Rolle eines Pferdes übernimmt. Oft gehören Zaumzeug, Haltung und „Dressur“ dazu. Im Mittelpunkt stehen Disziplin, Eleganz und das gemeinsame Spiel.
Ein hohes, steifes Halsband, das Kopfhaltung und Bewegungsfreiheit einschränkt. Es erzwingt eine aufrechte, kontrollierte Haltung. Es sollte bequem sitzen und die Atmung nicht behindern.
Die bewusste, einvernehmliche Übergabe von Kontrolle. Sie ist das Herz jeder D/s-Dynamik und kann einzelne Szenen oder den Alltag betreffen. Vertrauen und klare Absprachen halten sie gesund.
Das bewusste Loben und Bestärken als Gegenstück zur Demütigung. Anerkennung und liebevolle Worte können stark motivierend und erregend wirken. Für viele devote Menschen ist ein „Praise Kink“ besonders bedeutsam.
Eine Fesselung, die zwei unangenehme Optionen gegeneinanderstellt, sodass nahezu jede Bewegung einen Reiz erzeugt. Die Person muss ständig zwischen zwei Empfindungen abwägen. Das erfordert Erfahrung, damit es sicher und spannend zugleich bleibt.
Im Primal Play die gejagte, sich entziehende und schließlich hingebende Rolle. Der Reiz liegt im Wechsel aus Flucht, Widerstand und Loslassen. Auch hier steuern beide Seiten das Spiel über vorher vereinbarte Zeichen.
„Personal Responsibility Informed Consensual Kink“ – baut auf RACK auf und betont die Eigenverantwortung. Jede beteiligte Person muss sich selbst über Risiken informieren, unabhängig von ihrer Rolle. Sicherheit wird damit zur geteilten Aufgabe, nicht zur alleinigen Pflicht der führenden Person.
Ein Spielstil bzw. eine Rolle, die auf rohe, instinktive Energie setzt statt auf Werkzeuge oder Rituale. Typisch sind Ringen, Jagen, Beißen und unmittelbare Nähe. Primal-Dynamiken teilen sich oft in die Rollen Hunter und Prey.
Instinktives, „tierisches“ Spiel aus Körperlichkeit – Ringen, Jagen, Beißen – jenseits von Werkzeugen und Ritualen. Es lebt von roher Energie und unmittelbarer Nähe. Trotz der Intensität gelten Grenzen, Safe-Zeichen und Konsens.
Das Zuschreiben eigener Gefühle, Fehler oder Absichten an die andere Person. Wer etwa selbst untreu ist, wirft dem Gegenüber grundlos Untreue vor. Es verschiebt Verantwortung und verzerrt die Wahrnehmung.
Die gezielte Stimulation der Prostata, die über den Damm oder anal erreicht wird und als sehr intensiv erlebt werden kann. Wegen ihrer Lage und Wirkung wird sie auch „P-Punkt“ oder „männlicher G-Punkt“ genannt; das gezielte Anregen wird mitunter als „Prostatamelken“ (Milking) bezeichnet. Wichtig sind Ruhe, reichlich Gleitmittel, Hygiene und – bei analer Stimulation – Spielzeug mit breitem Sockel.
Vereinbarte Verhaltens- und Höflichkeitsregeln innerhalb einer Dynamik. Sie reichen von locker bis sehr formell („High Protocol“) mit festen Ritualen und Anreden. Protokolle geben Struktur und betonen die vereinbarte Rangordnung.
Begriffe für Muster aus geringem Mitgefühl, Impulsivität und teils manipulativem oder rücksichtslosem Verhalten. Klinisch am ehesten mit der antisozialen Persönlichkeitsstörung verbunden, deren Diagnose Fachleuten vorbehalten ist. Im Alltag werden die Begriffe oft ungenau verwendet.
Ein Gerät, das mit Luftdruck-Impulsen statt direkter Vibration arbeitet. Dadurch entstehen berührungslose, als sehr intensiv beschriebene Reize. Es zählt zu den moderneren Toy-Entwicklungen.
Eine Vorliebe für glänzende Kunststoff- und Lackmaterialien. Der hohe Glanz und die enge Passform stehen im Vordergrund. Sie ist mit dem Latex- und Leder-Fetisch verwandt.
Spontaner, schneller Sex, oft aus dem Moment heraus. Der Reiz liegt in Unmittelbarkeit und Lust ohne langes Vorspiel. Auch hier zählen Einvernehmlichkeit und gegebenenfalls Schutz.
„Risk-Aware Consensual Kink“ – entstand als Antwort auf die als zu vage empfundene Formel SSC. RACK erkennt offen an, dass viele Praktiken nicht völlig „sicher“ sind, und stellt die bewusste Risikoabwägung in den Mittelpunkt. Entscheidend ist, dass alle Beteiligten die Risiken kennen und ihnen informiert zustimmen.
Warnsignale, die auf problematisches Verhalten oder eine ungesunde Dynamik hindeuten – etwa Kontrolle, Unehrlichkeit oder Respektlosigkeit. Sie sind ein Hinweis, genauer hinzusehen, kein endgültiges Urteil. Wichtig ist, sie ernst zu nehmen statt wegzuerklären.
Eine Variante der Reitstellung, bei der die obenliegende Person mit dem Rücken zum Gegenüber sitzt. Das verändert Winkel und Blickrichtung. Auch hier bestimmt die reitende Person Tempo und Bewegung.
Die Person, die beim Seilbondage fesselt – der aktive, gestaltende Part. Ein erfahrener Rigger kennt sichere Fesseltechniken und achtet auf Nerven und Durchblutung. Seilkunst verbindet Ästhetik, Vertrauen und Verantwortung.
Die orale Stimulation des Anus mit Lippen und Zunge. Sie kann sehr intensiv und intim erlebt werden. Aus hygienischer Sicht sind Sauberkeit und gegebenenfalls Schutz, etwa ein Lecktuch, wichtig.
Ein dünner, biegsamer Stock aus Rattan oder Bambus für Impact Play. Er erzeugt sehr scharfe, präzise Empfindungen und gilt als fortgeschrittenes Werkzeug. Zielgenauigkeit und Aufwärmen sind wichtig.
Das einvernehmliche Verkörpern von Rollen oder Szenarien, um Spannung und Dynamik zu vertiefen. Beliebt sind etwa Autoritäts-, Verführungs- oder Fantasie-Szenarien. Vorab wird abgesprochen, was passieren darf und was nicht.
Die Person, die sich beim Seilbondage fesseln lässt. Sie gibt Kontrolle ab und genießt das Gefühl der Umschlingung und Hingabe. Eine gute Kommunikation über Empfindungen und Taubheitsgefühle ist dabei unerlässlich.
Das gezielte Beenden der Stimulation genau im Moment des Höhepunkts, sodass dieser unbefriedigend „verpufft“. Es wird oft im Rahmen von Orgasmuskontrolle eingesetzt. Der Reiz liegt im Spiel mit Kontrolle und Hingabe.
Eine Person, die Lust daraus zieht, einer einvernehmlich empfangenden Person Schmerz oder intensive Reize zuzufügen. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Erleben, nicht das Verletzen. Wissen, Aufmerksamkeit und Grenzen sind entscheidend.
Das Zusammenspiel von Lust am Zufügen (Sadismus) und am Empfangen (Masochismus) von Reizen oder Schmerz. Es beruht auf Einvernehmlichkeit und klaren Grenzen. SM ist ein Teilbereich des größeren BDSM-Spektrums.
Ein vorab vereinbartes Wort oder Zeichen, das ein Spiel sofort pausiert oder beendet. Häufig genutzt wird das Ampelsystem: „Grün“ (alles gut), „Gelb“ (verlangsamen oder prüfen), „Rot“ (sofort stoppen). Es gibt allen Beteiligten jederzeit die Kontrolle zurück.
Ein vereinbartes nonverbales Zeichen, etwa eine Geste oder ein fallengelassener Gegenstand. Es ersetzt das Safe Word, wenn Sprechen nicht möglich ist – zum Beispiel bei einem Knebel. So bleibt das Spiel auch dann sicher steuerbar.
„Smart-Ass Masochist“ – eine devote Person, die gezielt provoziert, um eine „Bestrafung“ oder intensivere Reize zu erhalten. Das freche Verhalten ist Teil des Spiels und ähnelt dem eines Brats. Auch hier gelten klare Absprachen.
Eine einzelne, zeitlich begrenzte BDSM-Einheit mit vereinbartem Anfang und Ende. Der Begriff „die Szene“ bezeichnet zugleich die BDSM-Gemeinschaft insgesamt. Eine klare Rahmung gibt Sicherheit und Orientierung.
Ein körperumschließender Sack, der den ganzen Körper fixiert. Er schränkt die Bewegung stark ein und vermittelt ein Gefühl von Geborgenheit oder Ausgeliefertsein. Auf Atmung und Temperatur ist zu achten.
Eine Variante, bei der die empfangende Person auf einer erhöhten Fläche (etwa einer Tischkante) liegt und das Becken angehoben wird. Der veränderte Winkel kann die Stimulation intensivieren. Eine bequeme Höhe macht sie angenehmer.
Eine anspruchsvolle Stellung im Stehen, bei der die empfangende Person sich auf die Hände stützt und die Beine vom Partner gehalten werden. Sie erfordert Kraft und Gleichgewicht. Wegen der Anstrengung ist sie eher etwas für kurze Momente.
Eine erotische Fixierung auf Schuhe, oft auf bestimmte Typen wie High Heels oder Stiefel. Material, Form und das Tragen können erregend wirken. Er überschneidet sich häufig mit dem Fußfetisch.
Spiel mit unterschiedlichen Empfindungen – von Federn, Eis und Pelz bis zu Krallen oder Rädchen. Der Fokus liegt auf der bewussten Wahrnehmung, nicht zwingend auf Schmerz. Mit verbundenen Augen wird es oft besonders intensiv erlebt.
Eine devote Person, die ihre Hingabe vor allem über Dienen und das Erfüllen von Aufgaben ausdrückt. Das kann von Alltagshilfe bis zu Ritualen reichen. Im Vordergrund steht die Freude am Umsorgen und Gehorchen.
Ein Muster, in dem Nähe und Eigenständigkeit gut zusammenpassen. Betroffene können vertrauen, Bedürfnisse äußern und mit Konflikten umgehen, ohne in Panik oder Rückzug zu verfallen. Er gilt als stabile Basis für Beziehungen.
Das gezielte, bestrafende Schweigen, um die andere Person zu kontrollieren oder zu strafen. Es unterscheidet sich von einer bewussten Pause, die der Beruhigung dient. Anhaltend eingesetzt ist es eine Form emotionalen Drucks.
Das gezielte Ausschalten einzelner Sinne, etwa durch Augenbinde, Kopfhörer oder Maske. Dadurch werden die übrigen Wahrnehmungen verstärkt und das Gefühl des Ausgeliefertseins wächst. Eine gute Kommunikation bleibt trotz eingeschränkter Sinne wichtig.
Respektvolle Anreden für eine dominante Person innerhalb einer Dynamik. „Sir“ ist die männliche, „Madame“ eine weibliche Form. Solche Anreden drücken Respekt und die vereinbarte Rangordnung aus.
Eine devote Person, die im Rahmen der Feminisierung eine betont feminine Rolle einnimmt. Kleidung, Auftreten und Verhalten gehören oft dazu. Der Begriff sagt nichts über die Geschlechtsidentität aus und beruht auf Einvernehmlichkeit.
Das Einbeziehen von Lebensmitteln in erotische Spiele. Geschmack, Konsistenz und das spielerische Element stehen im Vordergrund. Auf Verträglichkeit und Hygiene sollte geachtet werden.
Eine Verbindung zwischen Freundschaft und Beziehung, die bewusst undefiniert bleibt. Sie kann befreiend sein, lässt aber oft Erwartungen und Verbindlichkeit offen. Probleme entstehen vor allem, wenn beide Unterschiedliches wollen.
In einer Master/slave-Dynamik die sich umfassend hingebende Person. Die Rolle beruht stets auf Freiwilligkeit und Konsens und ist von echter Unfreiheit klar zu unterscheiden. Vertrauen, Grenzen und Fürsorge bleiben jederzeit bestehen.
Ein professionell ausgestatteter Raum oder Betrieb für BDSM-Sessions, oft mit Möbeln wie Andreaskreuz und Pranger. Dort arbeiten häufig professionelle Dominas oder Domini. Es bietet einen geschützten, gut ausgestatteten Rahmen.
Eine Form des Sperma-Austauschs, bei der das Sperma nach dem Oralverkehr an die andere Person zurückgegeben wird. Es ist eng mit dem Cum Swap verwandt. Auch hier gilt: nur mit klarer Zustimmung.
Eine Grenze, die nur unter bestimmten Bedingungen denkbar ist. Mit Vertrauen, in kleinen Schritten oder in besonderer Stimmung kann sie sich verschieben. Sie bleibt aber stets freiwillig und wird nie erzwungen.
Eine Vorliebe für hauteng anliegende, elastische Stoffe. „Zentai“ bezeichnet den den ganzen Körper umhüllenden Anzug. Reize sind das Gefühl der zweiten Haut und die Anonymität.
Das Versohlen mit der flachen Hand oder einem Werkzeug, meist auf das Gesäß. Es ist eine der verbreitetsten Einstiegspraktiken und gut steuerbar. Aufwärmen und das Aussparen empfindlicher Bereiche erhöhen die Sicherheit.
Eine Person, die Freude am Spanking hat – als gebende oder empfangende Seite. Der Begriff leitet sich vom englischen „spanking“ ab. Manche Spankos mögen es verspielt, andere im Rahmen von Disziplin.
Ein medizinisches Instrument, das im Medical Play zum Einsatz kommen kann. Es erfordert Sachkenntnis, Hygiene und Behutsamkeit. Ohne entsprechendes Wissen sollte darauf verzichtet werden.
Eine private oder halböffentliche Veranstaltung, bei der in geschütztem Rahmen gespielt werden kann. Es gelten klare Regeln, oft mit Aufsicht und Konsens-Kultur. Sie bietet Gemeinschaft, Sicherheit und Raum zum Ausprobieren.
„Wet and Messy“ – die Lust am Spiel mit weichen, glitschigen Substanzen wie Schaum, Lebensmitteln oder Schlamm. Der Reiz liegt im Gefühl auf der Haut und im verspielten Tabubruch. Untergrund und Hygiene werden meist vorbereitet.
Eine Stange, die Arme oder Beine auf festem Abstand fixiert. Sie hält den Körper in einer offenen, kontrollierten Position. Häufig wird sie mit Manschetten an Hand- oder Fußgelenken kombiniert.
Etwas, das einen abstößt, ohne ein striktes Hardlimit zu sein. Es ist die persönliche „Igitt“-Grenze, die man eher meidet als strikt verbietet. Der Begriff hilft, Abneigung von echten Tabus zu unterscheiden.
„Squirting“ und „weibliche Ejakulation“ werden oft gleichgesetzt, gelten in der Forschung aber als zwei verschiedene Vorgänge. Die weibliche Ejakulation ist die Absonderung einer kleinen Menge milchiger Flüssigkeit aus den Skene-Drüsen (paraurethrale Drüsen, auch „weibliche Prostata“), die dem Sekret der männlichen Prostata ähnelt und oft mit Reizung der G-Punkt-Zone in Verbindung gebracht wird. Squirting bezeichnet dagegen den schwallartigen Ausstoß einer größeren, wässrigen Flüssigkeitsmenge, die überwiegend aus der Blase stammt und verdünntem Urin ähnelt. Beide treten durch die Harnröhre aus, können gemeinsam auftreten und sind eine natürliche Reaktion, die nicht bei allen Frauen vorkommt.
„Safe, Sane, Consensual“ (sicher, vernünftig, einvernehmlich) – das älteste und bekannteste Wertemodell, entstanden in den 1980er-Jahren. Es sollte einvernehmlichen Kink klar von Gewalt abgrenzen. Kritiker bemängeln, dass „sicher“ und „vernünftig“ subjektiv sind – daraus entstanden Modelle wie RACK.
Ein X-förmiges Kreuz, an dem eine Person stehend fixiert werden kann. Es ist ein Klassiker der Ausstattung in Spielräumen. Die ausgestreckte Haltung eignet sich gut für Impact- und Sensation Play.
Das emotionale Dichtmachen im Konflikt – Schweigen, Wegdrehen, jede Auseinandersetzung verweigern. Es signalisiert dem Gegenüber, dass seine Anliegen nicht zählen. Auf Dauer schadet es jeder Beziehung.
Ein mit einem Geschirr getragener Dildo. Er ermöglicht penetrativen Sex unabhängig von Anatomie und Rollen. Material, Sitz und ausreichend Gleitmittel sind dabei wichtig.
Eine Vorliebe für Strümpfe, Nylons oder Strumpfhosen. Optik, Haptik und das An- und Ausziehen spielen eine Rolle. Sie ist häufig mit dem Bein- und Fußfetisch verbunden.
Die sich hingebende Person, die Führung abgibt – freiwillig und innerhalb vereinbarter Grenzen. Hingabe ist dabei eine bewusste Entscheidung, kein Zeichen von Schwäche. Eine gute Dynamik schützt die devote Person und nimmt ihre Bedürfnisse ernst.
Die überschwängliche Anfangsphase, in der eine neue devote Person dazu neigt, zu schnell zu viel ausprobieren zu wollen. Das kann zu unüberlegten Entscheidungen führen. Ruhe, Tempo und gute Aufklärung sind in dieser Zeit besonders wichtig.
Ein tranceartiger, von Endorphinen geprägter Bewusstseinszustand. Devote Personen können während intensiver Szenen in ihn geraten und sich wie „schwebend“ fühlen. Er erfordert besondere Aufmerksamkeit und anschließende Aftercare.
Das Anheben einer gefesselten Person vom Boden mittels Seilen. Es ist fortgeschrittenes Bondage mit hohem Risiko für Nerven und Kreislauf. Es erfordert viel Erfahrung, geeignetes Material und ständige Aufmerksamkeit.
Eine Person, die sowohl dominante als auch devote Rollen einnehmen kann. Welche Seite sie auslebt, hängt von Partner, Stimmung oder Situation ab. Switches erleben beide Perspektiven und entwickeln dadurch oft viel Verständnis füreinander.
Eine kräftige Sitz-Reitmaschine mit Vibration und Rotation. Sie gilt als besonders intensives Gerät. Wegen der starken Wirkung empfiehlt sich ein vorsichtiges Herantasten.
Das gezielte Steigern von Erregung bei gleichzeitigem Verweigern der Befriedigung. Die Spannung wird so über längere Zeit aufrechterhalten. Es ist eng mit Edging und Orgasmuskontrolle verwandt.
Reize durch Wärme oder Kälte, etwa mit Eis, erwärmtem Massageöl oder gekühlten Gegenständen. Der Wechsel der Temperaturen erzeugt überraschende, intensive Empfindungen. Extreme Temperaturen werden vermieden, um die Haut nicht zu schädigen.
Die Person, die in einer Szene den aktiven, gebenden Part übernimmt. „Top“ beschreibt die Rolle in einer konkreten Szene, unabhängig von einer dauerhaften Identität. Ein Top kann führen, ohne zwingend „dominant“ im umfassenden Sinn zu sein.
Wenn die devote Person versucht, die Szene zu steuern. Je nach Dynamik ist das unerwünscht oder wird bewusst spielerisch eingesetzt. Wichtig ist, dass beide Seiten dieselbe Erwartung daran haben.
Ein fokussierter, teils euphorischer Bewusstseinszustand der führenden Person. Auch sie kann während intensiver Szenen tief eintauchen. Deshalb braucht nach dem Spiel manchmal auch der Top Aftercare.
Eine Beziehung, die wiederkehrend schadet statt nährt – geprägt von Abwertung, Kontrolle, Unzuverlässigkeit oder ständigem Auf und Ab. Sie kostet langfristig Selbstwert und Energie. Nicht jeder Konflikt ist „toxisch“; entscheidend ist das wiederkehrende Muster.
„Total Power Exchange“ – eine umfassende, oft dauerhafte Übergabe von Kontrolle, die über einzelne Szenen hinausgeht. Sie kann viele Lebensbereiche betreffen und setzt sehr großes Vertrauen voraus. Klare Absprachen, regelmäßige Reflexion und Fürsorge sind unverzichtbar.
Das einvernehmliche Treten oder Stehen auf einer liegenden Person, oft als Ausdruck von Dominanz. Druck und Gewicht erzeugen dabei den Reiz. Auf empfindliche Körperstellen und ein gesundes Maß ist zu achten.
Das ungefragte, überfordernde Abladen schwerer persönlicher Themen – oft zu früh oder zu intensiv. Anders als echtes Anvertrauen nimmt es wenig Rücksicht auf das Gegenüber. Es kann Nähe vortäuschen, wo noch keine tragfähige Basis ist.
Eine starke emotionale Bindung an eine Person trotz wiederkehrender Verletzungen, genährt durch den Wechsel aus Zuwendung und Verletzung. Die guten Momente lassen die schlechten verblassen und erschweren das Lösen. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein erlernbares Muster.
Das Einbeziehen einer dritten Person, um Eifersucht, Konkurrenz oder Unsicherheit zu erzeugen und Kontrolle auszuüben. Vergleiche mit Ex-Partnern oder anderen sind typisch. Es destabilisiert die direkte Beziehung.
Eine Erregung durch Uniformen und die damit verbundenen Rollen von Autorität oder Disziplin. Das Spiel mit Rang, Ordnung und Macht steht im Vordergrund. Oft fließt es in Rollenspiele ein.
Eine Bezeichnung für Sexualität beziehungsweise Menschen ohne BDSM- oder Kink-Praktiken. Der Begriff ist wertfrei gemeint und keine Abwertung. Viele Menschen bewegen sich je nach Lust zwischen „vanilla“ und „kinky“.
Eine Haltung aus Geringschätzung – Spott, Augenrollen, Herablassung – die dem Gegenüber signalisiert, minderwertig zu sein. In der Paarforschung gilt sie als einer der stärksten Vorboten des Scheiterns. Respekt ist das Gegenmittel.
Ein unsicheres Muster, bei dem Unabhängigkeit betont und emotionale Nähe eher gemieden wird. Betroffene wirken oft distanziert und tun sich schwer, sich auf andere zu verlassen. Dahinter steckt häufig der gelernte Schutz, eigene Bedürfnisse zurückzustellen.
Ein vibrierendes Gerät zur Stimulation und Grundausstattung vieler Toy-Sammlungen. Es gibt unzählige Formen für unterschiedliche Vorlieben. Körperverträgliches Material und Reinigung sind wichtig.
Ein historisches Gerät, das schwache, kribbelnde elektrische Funken auf der Haut erzeugt. Es zählt zur Elektro-Reizarbeit mit eher oberflächlicher Wirkung. Vorerkrankungen und tabuisierte Körperzonen sind zu beachten.
Eine reine Fantasie vom „Verschlungenwerden“ oder Verschlingen. Sie existiert ausschließlich in Vorstellung, Bild und Text und wird nicht real ausgelebt. Sie zählt zu den ausgefalleneren Fantasien.
Eine Erregung durch das einvernehmliche Beobachten anderer. Gemeint sind Situationen mit Zustimmung, etwa unter Paaren oder auf Spielpartys. Heimliches Beobachten Unbeteiligter ist strafbar und nicht gemeint.
Das Träufeln von erwärmtem Kerzenwachs auf die Haut als Temperatur- und Sinnesreiz. Es sollten spezielle Kerzen mit niedrigem Schmelzpunkt verwendet werden, um Verbrennungen zu vermeiden. Abstand und Auftragsstelle beeinflussen die Intensität.
Ein kleines Rad mit spitzen Zacken, das über die Haut gerollt wird. Es erzeugt feine, kribbelnde bis stechende Reize. Mit verbundenen Augen wirkt es besonders intensiv.
Eine extreme Form des Atem- bzw. Erstickungsspiels, bei der das Gefühl des Ertrinkens hervorgerufen wird. Es zählt zum Edgeplay mit sehr hohem körperlichem und psychischem Risiko. Es wird hier ausschließlich als Begriff erklärt, ausdrücklich ohne Anleitung.
Eine einschwänzige Peitsche, die scharfe, punktuelle Reize setzt. Sie erfordert viel Übung und Präzision und gilt als fortgeschrittenes Werkzeug. Unkontrolliert kann sie verletzen, daher ist Erfahrung entscheidend.
„Your Kink Is Not My Kink“ – ein Grundsatz gegenseitigen Respekts. Vorlieben dürfen sich unterscheiden, ohne dass eine davon abgewertet wird. Oft wird ergänzt: „… but that’s okay“.
Wenn eine Person, die zuvor geghostet hat, plötzlich wieder auftaucht, als sei nichts gewesen. „Haunting“ meint das stille Beobachten aus dem Hintergrund. Beides kann alte Unsicherheiten neu aufwühlen.
Eine Jacke, die die Arme am Oberkörper fixiert. Aus dem klinischen Kontext ins Bondage übernommen, vermittelt sie ein starkes Gefühl von Hilflosigkeit. Tragedauer und Befinden sollten im Blick bleiben.
Eine Dynamik, in der die vereinbarten Rollen rund um die Uhr und im Alltag gelten, nicht nur in einzelnen Szenen. Macht und Hingabe werden so zu einem dauerhaften Bestandteil der Beziehung. Klare Absprachen, Pausenregeln und gegenseitige Fürsorge halten sie gesund.
Eine Stellung, in der sich beide Partner gleichzeitig oral stimulieren. Der Name leitet sich von der spiegelbildlichen Körperhaltung ab. Sie erfordert etwas Koordination, ermöglicht aber gegenseitige Lust zur selben Zeit.
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