Um den richtigen Partner musst Du nicht kämpfen

Ich möchte dir mit diesem Beitrag sagen, dass du dir nicht ständig Gedanken darüber machen musst, ob jemand bei dir bleibt oder dich verlässt. Jemand, der dich ehrlich und aufrichtig liebt, bleibt aus freien Stücken und nicht aus Angst, dich zu verlieren oder durch Manipulation.

Viele Menschen setzen sich dabei selbst unter Druck und versuchen ständig alles richtig zu machen. Sie achten auf jede Veränderung, stellen ihre eigenen Bedürfnisse zurück und hoffen, dass der andere bleibt, wenn sie nur genug geben, genug Verständnis zeigen oder sich noch etwas mehr anpassen. Doch genau dabei verlieren sie häufig sich selbst aus den Augen. Aus der Angst, einen Menschen zu verlieren, wird dann manchmal die Gewohnheit, die eigenen Bedürfnisse immer weiter hinten anzustellen.

Sich der Illusion hinzugeben, man könne jemanden dazu zwingen, in einer Partnerschaft oder einer D/S-Dynamik zu bleiben, ist der falsche Ansatz. Der richtige Partner, der sich respektiert, wertgeschätzt und glücklich fühlt, wird bleiben, weil er davon überzeugt ist, dass es sich richtig anfühlt und er sich gesehen und erfüllt fühlt. Erfüllt mit Liebe, erfüllt mit Glück, erfüllt mit Vorfreude auf alles, was noch kommt, und mit dem Gedanken: „Hier fühle ich mich wohl. Hier ist mein Zuhause im Herzen.“

Menschen, die dich verlassen oder dir nicht näher kommen wollen und sich vielleicht im Außen weiter umsehen, fühlen sich nicht erfüllt. Sie sehnen sich oft danach, mehr aus ihrem Leben, ihren Fantasien und ihren Sehnsüchten zu machen. Vielleicht haben sie andere langfristige Lebensziele und Erwartungen an eine gemeinsame Beziehung.

Gleichzeitig richtet sich dieser Gedanke nicht nur an die Menschen, die Angst davor haben, verlassen zu werden. Er richtet sich auch an diejenigen, die davon ausgehen, dass in ihrer Beziehung alles in Ordnung ist, ohne sich regelmäßig zu fragen, ob ihr Partner genauso glücklich und erfüllt ist wie sie selbst. Manchmal bemerken Menschen schlichtweg nicht, dass der eigene Partner die gemeinsame Situation ganz anders wahrnimmt und mit bestimmten Bedürfnissen, Sehnsüchten oder Erwartungen zunehmend unzufrieden wird.

Wenn dann offene Gesprächsversuche weder gehört noch wahrgenommen werden, stehen die Chancen schlecht, dass diese Person ihr Leben glücklich an deiner Seite weiterführen wird.

„Möchte ich in dieser Situation mit meinem jetzigen Partner alt werden, ohne dass sich etwas verändert?“

Oder:

„Wäre ich glücklicher, wenn ich die Beziehung verlasse, wieder Single wäre und einen Partner finde, der mit mir das Leben so gestaltet, wie ich es eigentlich führen möchte?“

Gleichzeitig bleiben viele Menschen trotz fehlender Erfüllung in Beziehungen. Nicht immer, weil sie glücklich sind, sondern weil Gewohnheit, Sicherheit, gemeinsame Erinnerungen oder die Angst vor Veränderung stärker sind als der Wunsch nach einem Neuanfang. Manchmal lieben sich zwei Menschen noch immer und stellen dennoch fest, dass ihre Bedürfnisse, Werte oder Vorstellungen vom Leben nicht mehr so gut zusammenpassen wie früher. Liebe und Passung sind nicht immer dasselbe.

Die meiner Meinung nach schlechteste Lösung ist die „Eineinhalb-Lösung“. Sie bedeutet, einen Partner und einen halben zu haben, also eine Affäre oder umgangssprachlich auch Fremdgehen.

Seinen Partner zu betrügen, ist kein Kavaliersdelikt, und nichts davon rechtfertigt Untreue. Die Verantwortung für diese Entscheidung trägt immer die Person selbst. Dennoch entsteht Fremdgehen häufig nicht aus dem Nichts. Oft steckt dahinter ein Mensch, der sich unerfüllt, unglücklich, nicht wahrgenommen, nicht gehört oder emotional von seinem Partner entfernt fühlt. Das erklärt eine solche Entscheidung zwar nicht, kann aber helfen zu verstehen, warum manche Menschen überhaupt an diesen Punkt gelangen.

Eine Beziehung und eine „halbe“ bedeutet für manche, das unbequeme Gespräch mit dem Partner nicht mehr führen zu wollen, die Sicherheit einer vielleicht langen Beziehung weiter in Anspruch nehmen zu wollen, ohne sich zu trennen, aber gleichzeitig das Gefühl zu haben, gegen eine Wand zu reden oder vom Partner nicht mehr gesehen zu werden.

Das Gefühl, sich wieder lebendig, attraktiv, begehrt und gewollt zu fühlen, ist etwas, das diese „halbe“ Beziehung meist nur auf körperlicher Ebene liefern soll.

Dass dies keine Lösung ist, solange nicht beide Partner einer Veränderung des Beziehungsmodells ausdrücklich zugestimmt haben, beispielsweise einer offenen Beziehung, einer offenen Ehe oder einem polyamoren Lebensstil, sollte jedem bewusst sein.

Gleichzeitig ist es wichtig zu verstehen, dass du niemals vollständig kontrollieren kannst, ob ein anderer Mensch bleibt oder geht. Du kannst zuhören, kommunizieren, Bedürfnisse ernst nehmen und dein Bestes geben. Doch am Ende trifft jeder Mensch seine eigenen Entscheidungen. Wer bleiben möchte, bleibt freiwillig. Und wer gehen möchte, wird oft einen Weg finden zu gehen.

Das bedeutet nicht, dass Beziehungen keine Arbeit brauchen. Es bedeutet lediglich, dass Liebe, Loyalität und Nähe niemals durch Kontrolle erzwungen werden können. Deshalb sollte Liebe niemals auf Kontrolle beruhen, sondern auf Vertrauen in die freie Entscheidung des anderen Menschen.

„Bleibt mein Partner bei mir?“

Sondern auch:

„Hat mein Partner heute noch genauso viele Gründe zu bleiben wie ich?“

Denn manche Menschen bemerken erst sehr spät, dass sie selbst mit der Beziehung glücklich sind, während ihr Partner längst unzufrieden geworden ist. Nicht aus Bosheit, sondern weil Bedürfnisse, Wünsche, Sehnsüchte oder Zukunftsvorstellungen nicht mehr ausreichend gesehen oder besprochen werden.

Macht mich das gerade wirklich glücklich?

Macht sie oder ihn das gerade wirklich glücklich?

• Vertrauen
• Respekt
• Wertschätzung
• Kommunikation
• Aufmerksamkeit
• Dankbarkeit
• Intimität
• Anziehung
• Loyalität

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